PRIMULA- Primel

anspruchsvoll

Auf alle im Zimmer als frühlingsblühende Topfpflanzen gehaltene Primeln trifft wohl noch am ehesten das etwas hässliche Wort von 'Wegwerfpflanzen' zu. Die Fliederprimel (auch Brautprimel oder Etagenprimel genannt), P.malacoides, ist als Einjahrspflanze auch bei allen guten Vorsätzen nicht weiterzukultivieren und hat nach der Blüte ausgedient. P.obconica, die Becherprimel, P.vulgaris (früher P.acaulis), die Kissenprimel, und P.sinensis, die Chinesenprimel, sind dagegen ausdauernde Stauden, bei denen man eine Weiterpflege probieren kann.

Standort:

ganzjährig zwar hell, doch ohne direkte Sonne; im Sommer einen kühlen Platz wählen, eventuell draußen im Gehölzschatten mit Topf in den Boden einsenken; Winterquartier ebenfalls kühl, zwischen 10 und 12°C.

Gießen:

gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Nässe oder Austrocknung ist oberstes Gebot; temperiertes, kalkarmes Wasser verwenden, nicht übersprühen.

Düngen:

ganzjährig alle zwei Wochen mit schwach konzentriertem Blumendünger, oder Hydrodünger verwenden.

Vermehren:

durch Aussaat im Juli/August; Samen nicht bedecken, da Lichtkeimer; für den Laien aber meist nicht lohnend, weil die hohen Sommertemperaturen von den Jungpflanzen nur schlechtvertragen werden.

Hinweise:

die Berührung vor allem der Becherprimel kann durch das von der Pflanze produzierte Primin bei empfindlicher Haut recht unangenehme Reizungen hervorrufen. Mittlerweile wurden Züchtungen entwickelt, die weniger aggressiv wirken. Da man aber die Hochgradigkeit der