SPARMANNIA - Zimmerlinde

anspruchsvoll, für Hydrokultur geeignet

An der Kulturwürdigkeit der immergrünen Zimmerlinde scheiden sich die Geister. Fortwährenden Miserfolgen auf der einen Seite stehen gute Erfahrungen ohne Pflegeprobleme auf der anderen gegenüber. Tatsächlich ist der gute Ruf von Sparmannia africana als attraktiver Zimmerschmuck in den weitläufigen Bürgerhäusern unserer Groß- und Urgroßeltern auf die großen, hellen und im Winter überwiegend kühlen Räumlichkeiten jener Zeit zurückzuführen. Wo sie wegen ihres ausladenden Wuchses heute immer weiter vom Fenster weg ins Innere des warmen Wohnzimmers gerückt wird, muss die Zimmerlinde versagen.

Standort:

heil bis sonnig außer gegen Mittag; keine Zugluft; kein Freilandaufenthalt; Wintertemperaturen nicht über 12 und nicht unter 4° C; freier; unbedrängter Solitärstand, beengende Pflanzennachbarschaften vermeiden.

Gießen:

im Sommer reichlich ohne Vernässung; im Winter dem kühlen Stand entsprechend gerade vor Austrocknung bewahren.

Düngen:

von Frühjahr bis Herbst wöchentlich mit Blumendünger gießen, im Winter nur gelegentlich oder gar nicht.

Vermehren:

im Sommer durch noch nicht verholzte Kopfstecklinge. Jungpflanzen, die noch im gleichen Jahr blühen und fruchten, mehrmals etwas stützen.

Hinweise:

Zimmerlinden sind mit ihrem großen, hellgrünen Laub in erster Linie Blattschmuckpflanzen. Das Erscheinen der hübschen, weißen Blüten mit gelben Staubfäden ist eine zusätzliche Attraktion, aber nicht sicher. Kommt es zum Flor; sollte man Stecklinge vorzugsweise von dieser blühwilligen Pflanze schneiden. Die Chancen, dass der Nachwuchs dann ebenfalls blüht, sind größer.